Bindungsstil Ängstlich überinvolviert

Ängstlich überinvolviertes Bindungsverhalten

Dieser Bindungs-Stil hat seinen Ursprung in einer inkonsistenten emotionalen Unterstützung des Kindes durch seine Bezugspersonen. Er entwickelt sich, wenn Eltern zwar in der Lage sind dem Kind Liebe und Zuneigung zu geben, sie aber aus verschiedensten Gründen immer wieder für eine gewisse Zeit abwesend sind. Ein Kind, was unter diesen Umständen aufgewachsen ist neigt als Erwachsener dazu sich für andere Menschen aufzuopfern und sich über die Maßen anzustrengen, um deren Bedürfnissen gerecht zu werden. Unterbewusst glaubt dieser Mensch, dass er es verhindern kann verlassen zu werden, wenn er es anderen nur recht genug macht und ihren Vorstellungen entspricht. Durch die wiederholten „Liebesentzüge“ entwickeln sie eine Art Abhängigkeit von Liebe und Verbindung ( „Love-Addict“). Und so stoßen sie ihren Partner oft durch ihr Über-Engagement für die Beziehung ab, denn sie versuchen damit unterbewußt Bestätigung und Schutz beim Partner zu finden

Menschen mit diesem Bindungsmuster fühlen sich aufgrund ihrer unterbewussten Wunde - des Glaubens, die Liebe und Zuneigung eines anderen Menschen nicht dauerhaft bekommen zu können – unzulänglich und nicht liebenswert. Sie haben große Probleme mit sich allein zu sein, fühlen sich sehr schnell abgelehnt oder ausgeschlossen und können sich nicht gut selbst beruhigen. Das Erkennen des Ursprungs dieser Gefühle ist Voraussetzung für den beginnenden Heilungsprozeß, in dem die alten Glaubensmuster aufgelöst werden müssen. Als Ergebnis dessen werden sie ihren wahren Wert wieder besser fühlen können – was eine Grundvoraussetzung dafür ist, erfüllte und stabile Beziehungen führen zu können.

Was kann ich tun, wenn ich an mir ängstlich überinvolviertes Bindungsverhalten erkenne?

Es ist wichtig, daß du dir bewusst machst, wo diese Gefühle ihren Ursprung haben! Wir sind als Kinder existenziell abhängig von unseren Bezugspersonen. Nimm wahr, dass die -scheinbar durch einen Partner, der emotional nicht erreichbar ist - ausgelöste Angst ihren Ursprung in der tiefen unterbewussten Kindheits-Angst vor dem Verlassen werden hat! Wenn du den Ursprung deiner Gefühle festmachen kannst, dann bist du im Laufe der Zeit in der Lage durch entsprechende Gedanken bewusst zu entscheiden, ob du einen Unterschied zwischen der Vergangenheit und dem Heute machen willst.

Mache dir in den Momenten der Angst bewußt, daß du sicher bist und für deine Bedürfnisse sorgen kannst! Wenn dein Partner z.B. für ein paar Stunden deinen Anruf nicht beantwortet, dann ist das keine Wiederholung des verlassen Werdens, das du in der Kindheit erlebt hast, denn es geht nicht mehr ums Überleben. Indem du die Umstände erkennst und differenzierst kannst du deine Trigger angehen und die Realität wahrheitsgetreuer erleben. Und indem du diese Entscheidung jedes Mal wenn die Verlustangst hochkommt für dich fällst lehrst du deinem Unterbewusstsein im Laufe der Zeit, dass deine Wirklichkeit heute eine andere ist als damals.

FOKUS AUF KONTAKT ZU DIR SELBST – Beende dein dich selbst verlassen!!

Menschen mit ängstlich überinvolviertem Bindungs-Stil sind hypersensibel in der Wahrnehmung der Befindlichkeiten anderer Menschen und insbesondere ihrer Partner! Aufgrund der tiefen Wunde der Verlustangst neigen sie dazu ihren Fokus auf die Verbindung zu anderen zu legen und vergessen darüber gut für ihre eigenen Bedürfnisse zu sorgen. Im Grunde verlassen sie sich emotional selbst um die Anerkennung und Zuwendung anderer zu bekommen. Das erzeugt eine unproportional starke Ausrichtung nach außen. Es befeuert durch diesen Verlust des Kontakts zu sich selbst im Laufe der Zeit immer mehr den Glauben, dass sie andere für die Befriedigung ihrer Bedürfnisse brauchen! Es ist wichtig zu erkennen, daß das als Kind sehr wohl so war, heute aber nicht mehr der Realität entspricht.

Um den Glauben, dass du nicht ausreichend für dich sorgen kannst, zu besiegen ist es nötig dein Unterbewusstsein durch Wiederholung in Verbindung mit einem starken Gefühl im Laufe der Zeit umzuprogrammieren! Behalte ab sofort immer im Sinn, dass du nicht mit diesem Glauben geboren wurdest. Dein Verstand hat das durch wiederholte Erlebnisse in der Kindheit gelernt und internalisiert. Wenn du heute in Situationen kommst, die dich daran „erinnern“, dann fühlst du dieselben bedrohlichen Gefühle der Angst des kleinen Kindes von damals, was tatsächlich existenziell von seinen Eltern und deren Zuwendung abhängig war! Mache dir das in diesen Situationen bewußt und wehre dich nicht dagegen.

Häufig indizierte homöopathische Mittel, die Blockaden lösen und den Heilungsverlauf beschleunigen:

Apis / Arsenicum album / Calcium carbonicum / Calcium silicicum / Carcinosinum / Causticum / Pulsatilla / Phosphorus

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