Die Psyche des pathologischen Narzissten

Wie erlebt ein pathologischer Narzisst, der sich seiner Störung bewußt ist, sich selbst und sein Leben?

In diesem Beitrag möchte ich wertvolle Einsichten von Menschen, die sich ihrer narzisstischen Störung bewußt sind zusammentragen.

Das Verständnis der Psyche und Psychodynamik eines pathologischen Narzissten kann dich im Umgang mit Betroffenen entscheidungsfähiger werden lassen.

Dieses Wissen um die innere Landschaft eines pathologischen Narzissten könnte dich unter Umständen sogar davor bewahren, über das Spiel mit deinen Schwächen eingelullt und in eine Fantasiewelt weitab von jeglicher Realität verführt zu werden.

Die Psyche des pathologischen Narzissten / Distanzierung

Prof. Sam Vaknin über sich selbst:

Ich nehme mein Leben als einen nicht vorhersehbaren, verwirrenden, beängstigenden, surrealistischen, traurigen und nicht enden wollenden Albtraum wahr.

Wenn ich eine Emotion wählen müßte, die mich und mein Leben am Treffendsten charakterisiert, dann wäre es Traurigkeit.

Wenn ich auf mich und die Menschen um mich herum schaue, dann sehe ich eine Wüstenlandschaft. Und ich weiß, dass sie das Resultat meiner funktionalen Trennung (Dichotomie) zwischen wahrem und falschem Selbst ist.

Mein wahres Selbst ist das Fossil eines traumatisierten, verstörten, verwundeten Kindes – die Asche meiner ursprünglichen unreifen Persönlichkeit.

Ganz oft – die meiste Zeit – überkommt mich ein schauerliches Gefühl, das wie ein Nebel heranzieht:

Wenn ich Krisen, Risiken, Gefahren, negativen Emotionen oder Fehlschlägen ausgesetzt bin, was die überwiegende Zeit der Fall ist, dann durchdringt mich eine diffuse Distanziertheit.

In diesem Zustand habe ich das Gefühl mich von außen zu betrachten und die Rolle eines nicht übermäßig interessierten Beobachters einzunehmen.

Ich erlebe mich weit entfernt, wie in einem Film. Dieser Zustand (die Ich-Dystonie) bleibt bestehen, solange ich dem, der ich gerade bin, dem was ich gerade tue und den Konsequenzen meiner Handlungen nicht gegenübertreten und ins Auge sehen kann.

Ich habe mich daran gewöhnt, mich in diesem Zustand eines Protagonisten oder eines Darstellers in einer nicht sonderlich mitreißenden Novelle zu erleben.

Und das verträgt sich wiederum gut mit meinem Gefühl der Überlegenheit. Ich betrachte mich und mein Leben im Prinzip, wie ich das eines exotischen Insekts betrachten würde.

Die Psyche des pathologischen Narzissten / Fortsetzung folgt !