Trauma und interner Dialog

Trauma äußert sich in negativen Gedankenmustern. Kennst du deine internen Dialoge? Wie sehen sie konkret aus? Welche „Klangfarbe“ haben sie?
 

Trauma und destruktive Gedanken

Wenn wir uns mit uns selbst und anderen nicht sicher fühlen, wenn wir uns und unserer Umgebung nicht vertrauen können, dann befinden wir uns permanent im Überlebensmodus. Die Energie, die wir dafür aufbringen müssen fehlt uns für die Weiterentwicklung. Im Kampfmodus sind wir nicht dazu in der Lage, neue Informationen zu verarbeiten und zu lernen. Angst blockiert und sie bringt uns dazu, dass wir aus unbewussten Programmen der Begrenzung heraus auf unsere Umwelt reagieren.

Ein Kind sieht sich als Mittelpunkt der Welt. Es nimmt die Dinge, die um es herum geschehen persönlich. Unterbewusste Programme entstehen aus den Bewältigungsstrategien des Kindes, die es brauchte, um in bestimmten Situationen ein Gefühl von Sicherheit und Kontrolle zurück zu gewinnen.

Aufgrund dieser Programme sind viele Menschen oft gar nicht richtig anwesend. Sie sind in Gedanken mit Vergangenem und Zukünftigem beschäftigt. Diese Gedanken sind nicht bewusst erzeugt. Sie laufen unreflektiert wie alte Tonbänder im Autopilot ab. Je traumatisierter (unsicherer) ein Mensch in seinem Bindungsstil ist desto destruktiver sind sie in ihren Inhalten und in den daraus resultierenden Gefühlen und Handlungsimpulsen. Mehr dazu hier: Selbstsabotage überwinden

Das heisst, diese Trauma-Gedanken „denken uns“. Wir haben keine Kontrolle über sie. Oft sind sie die Stimme eines internalisierten Elternteils oder das Resultat der Interpretation von Erlebnissen mit Lehrern, Freunden oder Familienangehörigen, die wir zum damaligen Zeitpunkt emotional nicht verarbeiten konnten. Die inneren Filme, die sie produzieren erzeugen in unserem Körper Emotionen. Da unser Gehirn nicht zwischen der Realität und der Vorstellung von etwas unterscheiden kann lösen sie im Körper die selben neurochemischen Prozesse aus, wie es beim tatsächlichen erleben einer Situation der Fall wäre. Wir reagieren mit ein und derselben Stressantwort – mit dem vermehrten Ausstoss von Adrenalin und Cortisol.

Trauma und Stress

Gedanklich angeheizter Dauerstress macht langfristig nicht nur seelisch sondern auch körperlich krank. Wenn wir mit unseren Gedanken verschmelzen, dann leben wir in einer Art Trance. Dann bestimmen unsere Gedanken nicht nur, wie wir uns fühlen. Sie übernehmen die Regie über unser Leben, weil sie uns die Entscheidungen, die wir tagtäglich zu treffen haben diktieren. Solche unbewussten Programme sind hartnäckig. Sie werden von Generation zu Generation weitergereicht. Nach Jahrhunderten, in denen Menschen ihr ganzes Leben im Überlebensmodus verbracht haben sitzen sie tief. Doch wir sind dazu in der Lage sie zu lösen und die Ketten der Vergangenheit abzustreifen indem wir unsere innere Welt und den inneren Zustand verändern.

Werde zum Beobachter deiner Gedanken

Eine philosophische Frage kann uns dabei helfen:

Könnten wir überhaupt wissen, dass wir denken, wenn wir unsere Gedanken wären? Wer ist dann der, der die Gedanken beobachten kann? Dieser Beobachter ist unser höheres Bewusstsein.

Durch die Heilung von unsicheren Bindungsmustern gewinnst du die Kontrolle über deine Gedanken zurück. Persönliches Wachstum und ein Gefühl von innerer Sicherheit brauchen ein offenes Herz, einen ruhigen Verstand und ein gewisses Urvertrauen. Wenn du dich sicher in dir selbst fühlst, wenn du spürst, dass du so wie du bist richtig bist und dich liebenswert fühlst, dann findet die restliche Transformation von selbst statt. Wenn wir den verkrampften Überlebensmodus aufgeben wird viel Energie frei. Sie kann nun in ein offenes Mindset fliessen. Nicht nur deine intime Beziehung verändert sich dann, sondern dein ganzes Leben. Wenn du mit dir selbst und deinen Mitmenschen present sein kannst und deine Entscheidungen nicht mehr auf Misstrauen, Zweifeln und Angst basieren, sondern zunehmend einer inneren Klarheit entspringen, dann können sich Gefühle etablieren, die genau genommen eher Seinszustände sind – Liebe, Freude und ein tiefes Gefühl von Frieden mit der Welt, mit dir selbst und anderen Menschen.

Das Ganze ist keineswegs nur Träumerei oder Wunschvorstellung. Durch die Heilung deiner Traumata und die Auflösung deiner Konditionierungen erhöht sich die Schwingungsfrequenz, die du aussendest. Sie hat Einfluss darauf, welche Menschen, Erlebnisse, Erfahrungen und Ereignisse du zukünftig in dein Leben ziehen wirst. Die Newton’sche Sichtweise von Materie und ihrem Ursache-/Wirkungsprinzip wurde von der Quantenphysik abgelöst. Dass sie es bis heute immernoch schwer hat, sich im Mainstream durchzusetzen liegt unter anderem sicher daran, dass ihre allgemeine Anerkennung unser gesamtes Gesellschaftssystem in Frage stellen würde.

Wenn du Unterstützung brauchst helfe ich dir bei der Heilung deiner unsicheren Bindungsmuster: Angebote